Letzte Ausfahrt: Kuschelrock

gerade wieder gefunden 😉

Inhaltsangabe

Im Himmel ist der Teufel los. Zum einen liegt das an der himmlisch chaotischen Verwaltung des Ganzen, bei der selbst der Boss mal den Überblick verlieren kann. Zum anderen an einer wilden Schar von Musikern, die den weltlichen Teil ihres Seins einfach hinter sich haben. Doch mit Hilfe des Erzengels Scharamiel haben sie sich eine kleine Enklave im Himmel geschaffen, wo sie auch nach ihrem Tod ihren Rock´n´Roll-Leidenschaften frönen können.

Und eigentlich ist beim Great Gig in the Sky, der romantisierten Vorstellung vom Rock´n´Roll-Himmel – also, wie gesagt: eigentlich ist dort alles in Ordnung. Schließlich haben die Musiker nicht nur ein bis ins Feinste ausgestattetes Studio zur Verfügung. Doch dann stellt Elvis fest, dass musikmäßig auf Erden alles ziemlich aus dem Ruder läuft. Zwar nicht mit Gottes, aber dafür mit des Erzengels Hilfe wird John Lennon zurück auf die Erde geschickt, um dort den Rock´n´Roll zu retten. Dummerweise läuft bei der Transformation was schief, und Lennon wird als Hund wiedergeboren. Als Briard übrigens.

Doch der ist zum Glück nicht alleine. Auf Erden helfen ein lethargischer Musikjournalist, sein musikbesessener Kumpel und eine ziemlich pfiffige Hundeliebhaberin. Und im Himmel sind die Helden vergangener Tage auch nicht untätig: Jimi Hendrix, Frank Zappa, Buddy Holly oder Janis Joplin helfen dem ganzen Unternehmen auf die Sprünge. Kurt Cobain ist auch mit von der Partie, reagiert aber meistens ziemlich kopflos.

Nicht zu vergessen Golgatha, der sprechende Super-Computer des Erzengels, der seinen Besitzer immer wieder auf´s Neue mit seinen Kapriolen überrascht. Und selbst der Teufel hat Stress – schließlich droht seine Jahrzehnte alte Rock-Verschwörung aufzufliegen, bei der auch der Chef des Himmels seine Finger nicht ganz unwesentlich im Spiel hatte. Aber darüber redet der natürlich nicht gerne.

John Lennon hat als Hund natürlich seine Probleme, sich in seinem vierbeinigen Dasein zu Recht zu finden. So ein Hundeleben will schließlich auch gelernt sein. Und eigentlich hat er sich auf die ganze Aktion nur eingelassen, weil es ihm im Himmel einfach zu langweilig war und er – mal wieder – nur die Hälfte mitbekommen hatte. Doch schlussendlich wird – wenigstens für ihn – alles wieder gut. Und er trifft Yoko wieder.

„Letzte Ausfahrt: Kuschelrock“ ist ein leidenschaftliches Pamphlet für die Liebe zur Musik. Und die Liebe zum Leben – wenn man entspannt genug ist, an der Unmöglichkeit des Ganzen seinen Spaß zu haben. Der Roman ist chauvinistisch, romantisch, blasphemisch, rebellisch, ehrlich, verkatert, schwärmerisch und stellt völlig fiktional Fakten auf den Kopf. Ach ja, ein bisschen Sex gibt´s auch. Kurz: „Letzte Ausfahrt: Kuschelrock“ ist Rock´n´Roll pur! Nur eben auf Papier.

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